Wir hören: Dasha Schulz

Freitag, 5. Dezember 2014

Ihre Eltern haben ihr den jeweils unauffälligsten Namen ihrer Heimat verpasst: Даша Шульц (Dasha Schulz) – eine geradezu unwirkliche Kombination zweier Allerweltsnamen. Dasha, Masha, Sasha … so zu heißen, ist in Russland genauso auf regend, wie in Deutschland Schulz, Schmidt oder Müller. Dasha Schulz – das klingt rührend harmlos und ist dabei höchst einprägsam. Genau deswegen braucht Dasha Schulz keinen Künstlernamen.
Dasha Schulz lächelt zaghaft und sagt das nächste Lied an: „Das nächste Lied ist ‚Moloko‘.“ Eine Entertainerin ist sie nicht, aber wer ist das schon auf seinem allerersten Konzert? Und ihre Stimme hat so viel Drumherum auch gar nicht nötig. Auf kleiner Bühne bei sparsamer Begleitung hört man jede Unsicherheit in der Stimme – bei Dasha Schulz hört man nichts dergleichen. Die 19-Jährige wirkt zwar, als würde bei ihr noch das Kinderschutzgesetz greifen, singt aber mit einer beeindruckenden Stimme, die zart und stark zugleich ist. Ihre Lieder, zurückhaltend wie sie selbst, entschweben sanft in den grauen Moskauer Winterabend und bleiben doch im Kopf zurück. Leise summend steigen wir die Treppe herunter und laufen Richtung Metro.
Neuigkeiten über Dasha Schulz vom Label: www.snegiri.ru
Dasha Schulz auf VK: vk.com/sings_dashashults

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