In der Malaja Nikitskaja steht zwischen der Himmelfahrtskirche und einem hohen Mietshaus, verdeckt von dichten Bäumen, die Villa Rjabushinski. Nur ihr markantes Portal blitzt zwischen den Ästen hervor. Erst beim Nähertreten sind der Mosaikfries mit stilisierten Irisblüten und Fenster, deren Sprossen wie Bäume geformt sind, zu erkennen. Das Portal aber sichert ein dickes Vorhängeschloss; und wenn durch die verstaubten Fensterscheiben kein Lichtschein dringen würde, müsste man annehmen, das Haus stehe leer. Von der Seitenstraße aus gelangt man über den ehemaligen Dienstboteneingang schließlich doch in die Villa, in der sich die Museums-Wohnung von Maxim Gorki (Максим Горький) befindet. Ein großer Teil der Besucher jedoch dürfte nicht wegen des vordersten Schriftstellers des Sozialistischen Realismus kommen, sondern wegen Franz bzw. Fjodor Schechtel (Фёдор Шехтель), dem dritten großen Namen, der mit diesem Haus verbunden ist.






