Kultivierte Menschen schneiden sie in Scheiben. Wenn's schnell gehen muss, kann man aber auch einfach abbeißen. Jedoch sollte man dabei nicht vergessen, dass sich im Inneren der Tshurtchela (russisch: чурчхела) ein Faden befindet. Die traditionellen georgischen Konfektwürste bestehen nämlich aus aufgefädelten Nüssen (zumeist Walnüsse, aber auch Haselnüsse), die mehrmals in eine Saft-Zucker-Maismehl-Mischung getaucht und zum Trocknen aufgehangen werden. Nach einigen Monaten sind die Tshurtcheli gereift, d.h. weich.
In verschiedenen Regionen Georgiens gibt es mehrere Sorten, die sich in den Details der Herstellung unterscheiden. Doch für alle gilt: Die ideale Tshurtchela ist kaum süß, sondern schmeckt intensiv nach dem verwendeten Granatapfel-, Trauben- oder Beerensaft oder nach Honig. Neben Glukose und Fruktose beinhalten Tshurcheli Eiweiß, pflanzliche Fettsäuren und viele, viele Vitamine. Solange man sie nicht an einem improvisierten Verkaufsstand direkt an einer vielbefahrenen Straße kauft, sind Tshurcheli also ungemein gesund.
Die Leckerei ist unter anderen Namen auch in Armenien, auf Zypern und bei den südlichen Turkvölkern bekannt, doch nur Georgien als Erfinderland durfte sich die Tshurchela im Jahre 2011 patentieren lassen.
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