Fünf Kilo Bücher und ein Sonnenbrand

Dienstag, 11. August 2015

Schon die Zugfahrt nach Novopodrezkovo bei Moskau war ziemlich erlebnisreich, unsere Jagd auf dem Flohmarkt „Levsha“ („Linkshänder“) aber noch viel mehr. Hier gibt es alles: ausgetretene Schuhe für 30 Rubel, beißend riechenden Knoblauch aus eigenem Anbau, Sowjet-Devotionalien und restaurierte Möbel aus vorrevolutionären Zeiten. Dementsprechend gemischt ist das Publikum: unterbezahlte Gastarbeiter interessieren sich für ausgetretene Schuhe, scharf rechnende Familienmütter für billiges Geschirr und Gemüse, Hipster-Pärchen für Retro-Objekte. Herr K. trägt so viele Literatur- und Musikerzeugnisse zusammen bis der Taschengriff reißt. Ich finde einen Kosmonauten in Oldschool-3D. Nur der lokale Kampftrinker liegt schon um 8 Uhr morgens unter einer leeren Verkaufstheke und interessiert sich für gar nichts.

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