Es kommt immer auf die Perspektive an: Die Blumen im Garten des Palais Romanov umrahmen malerisch das Wohnhochhaus Kotelnitscheskaja (Жилой дом на Котельнической набережной). Scheinbar ein Ort der Stille und Beschaulichkeit die 13 Hektar große Baustelle, die zwischen Stalinhochhaus und Garten liegt, ist von hier aus nicht zu sehen.
Das Palais Romanov stand bis vor wenigen Jahren im Schatten des Hotel-Klotzes Rossija (Россия). Für das größte Hotel Europas wurde in den 1960ern ein ganzes Stadtteil geopfert; nur das Palais, der Old English Court und zwei kleine Kirchen durften als folkloristische Dekoration stehen bleiben. Seit dem Abriss des Hotels im Jahre 2005 klaffte eine gigantische Baugrube in Moskaus Mitte. Lange konnte man sich nicht darauf einigen, was mit dem exklusiven Grundstück am Rande des Roten Platzes geschehen solle. 2013 endlich wurde das Projekt an ein amerikanisches Designbüro vergeben, das sich unter anderem für den New Yorker Park High Line verantwortlich zeichnet. Nach dessen Plänen soll bis 2018 eine Philharmonie entstehen, eingebettet in eine Parkanlage mit dem Namen des verschwundenen Stadteiles: Sarjadse (Зарядье).
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