Obwohl der Armenische Friedhof für Moskauer Verhältnisse ziemlich klein ist nämlich genau 2,22 Hektar sollte man viel Zeit für den Besuch einplanen. Im Laufe der Jahrhunderte ist der Friedhof zu einem labyrinthartigen Gewirr verwachsen, die Grabstätten liegen dicht an dicht, oft endet ein vielfach gewundener Pfad unerwartet an einem Zaun. Dazu lassen das verwunschene Licht unter den dichten Baumkronen und die Schönheit der alten, verwitterten Grabmäler die Zeit vergessen.
Im Frühjahr des Jahres 1805 erteilte die Stadtverwaltung die Erlaubnis zur Nutzung dieser Fläche als Friedhof, drei Jahre später wurde mit dem Bau der kleinen Auferstehungs-Kirche (Сурб Арутюн, Surb Harutyun) begonnen. Die Einweihung aber konnte erst 1815 stattfinden dazwischen lag die Besetzung Moskaus durch die napoleonischen Truppen.
Neben der Kirche stehen die Trauerhalle aus rotem Backstein und einige historische Grabmäler und Mausoleen unter Denkmalschutz. Unbedingt erwähnenswert sind aber auch die modernen Ruhestätten der armenischen Geldelite Moskaus direkt neben dem Eingang. Hier scheint ein Wettstreit zu toben, wer die meisten Grenzen sei es finanzieller, räumlicher oder ästhetischer Art am weitesten übertritt.
Adresse: улица Сергея Макеева, 12






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